Biennale Sindelfingen im Haus der Donauschwaben

Biennale Sindelfingen im Haus der Donauschwaben

Gestern durften wir im Rahmen der Biennale Sindelfingen einen besonderen Abend erleben – die erste gemeinsame Veranstaltung unseres Hauses mit der Biennale!

Zu Beginn führte unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Danica Trifunjagic die Gäste durch das Haus und teilte spannende Einblicke in die Geschichte der Donauschwaben. Viele Besucher:innen waren zum ersten Mal bei uns – umso schöner, dass das Interesse so groß war!

Anschließend zeigten wir den berührenden Film „Liebe Angst“, der sich mit dem Thema Generationstrauma auseinandersetzt – ein Thema, das wohl viele aus ihren eigenen Familien kennen. Die emotionale Wirkung des Films war deutlich spürbar.

In der Podiumsdiskussion danach sprachen wir mit: Kim Seligsohn (Protagonistin des Films), die über ihre bewegende Beziehung zu ihrer Mutter erzählte, Ulla Reyle (Gerontologin & Supervisorin) und Caroline Schröder (Traumatherapeutin), die wertvolle Perspektiven beisteuerten und Fragen des Publikums beantworteten. Ein besonderer Dank geht an Friederike Korölus und Mohammed Al Hayek von der Stadt Sindelfingen, die bei der Organisation und Leitung der Diskussion hervorragende Arbeit geleistet haben.

Ein schweres, aber wichtiges Thema – voller Emotionen, Offenheit und Mitgefühl. Wir sind dankbar, dass wir diesen Abend bei uns begleiten durften und freuen uns auf weitere Kooperationen!

Auftritt der Trachtentanz- und Musikgruppe aus Entre Rios

Auftritt der Trachtentanz- und Musikgruppe aus Entre Rios

Gestern durften wir unsere lieben Freunde aus Entre Rios, Brasilien, begrüßen, die uns zeigten, wie die donauschwäbische Tradition auf der ganzen Welt bewahrt wird. Unser Saal Batchka war voll und unsere Besucher fragten nach einem zusätzlichen Sitzplatz, um die Aufführung genießen zu können.

Die Trachtentanzgruppe und die Gruppe Freundschaft haben uns einige der traditionellen donauschwäbischen Tänze und Musik gezeigt, aber auch einige moderne Adaptionen mit deutschen Texten (ABBA war besonders beliebt) und brasilianische Tänze und Trachten.

Nach der Aufführung haben wir gerne noch etwas Zeit mit ihnen verbracht, Fotos gemacht und versprochen, dass wir sie eines Tages auch besuchen werden.

Wir hoffen, dass wir sie bald wiedersehen!

Patenschaftsfeier im Haus der Donauschwaben

Patenschaftsfeier im Haus der Donauschwaben

Am 9. Mai 2024 fand im Haus der Donauschwaben in Sindelfingen eine festliche Veranstaltung anlässlich zweier bedeutender Jubiläen statt: 70 Jahre Patenschaft des Landes Baden-Württemberg sowie 60 Jahre Patenschaft der Stadt Sindelfingen über die Volksgruppe der Donauschwaben. Mehr als 100 Gäste wurden mit einem Glas Sekt herzlich empfangen, um dieses besondere Ereignis zu würdigen.

Die Feierlichkeiten begannen mit einer Festrede des Vorsitzenden Raimund Haser MdL, der alle Anwesenden begrüßte. Besonders hervorgehoben wurden die prominenten Gäste, darunter Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer, Innenminister Thomas Strobl sowie die Bundes- und Landesvorsitzenden der vier donauschwäbischen Landsmannschaften: der Ungarndeutschen, der Sathmarer Schwaben, der Banater Schwaben und der Donauschwaben aus dem ehemaligen Jugoslawien. Auch Vertreter des Innenministeriums, der Stadt Sindelfingen und weiterer donauschwäbischer Institutionen nahmen teil.

Im Anschluss richtete Oberbürgermeister Dr. Vöhringer das Wort an das Publikum. In seiner bewegenden Rede betonte er die jahrzehntelange Freundschaft zwischen Sindelfingen und den Donauschwaben. Er unterstrich, dass die Donauschwaben stets ein integraler Bestandteil des kulturellen und traditionellen Lebens der Stadt gewesen seien und bekräftigte die Freude über die zukünftige Zusammenarbeit im neu renovierten Haus der Donauschwaben.

Innenminister Thomas Strobl griff in seiner Ansprache die gemeinsame Geschichte des Landes Baden-Württemberg mit den Donauschwaben auf. Er verwies auf die kontinuierliche Unterstützung durch das Land und betonte, dass diese Partnerschaft auch künftig fortgeführt werde.

Ein wissenschaftlicher Höhepunkt der Feier war der Festvortrag von Dr. habil. Mathias Beer vom Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen. Unter dem Titel „dass die donauschwäbischen Organisationen zusammenfinden müssen“ präsentierte er bislang unbekannte Dokumente zur Entstehung der Patenschaft vor 70 Jahren. Dieser Beitrag wurde als bedeutende akademische Bereicherung gewürdigt.

Dr. Hertha Schwarz führte die Gäste anschließend in die neu gestaltete Dauerausstellung zur Geschichte der Donauschwaben im Haus ein. Nach einer Einführung bestand die Möglichkeit, die Ausstellung zu besichtigen und Fragen an Dr. Schwarz zu richten, was rege genutzt wurde.

Der offizielle Teil klang mit einem geselligen Beisammensein aus, bei dem die Gäste bei Speisen und Gesprächen über aktuelle Themen der Donauschwaben ins Gespräch kamen. Ein besonderes Highlight bildete das zum Anlass kreierte Geschenk von Dr. Vöhringer und Herrn Nau – eine Schokolade mit dem Logo des Hauses der Donauschwaben, die symbolisch für die Verbundenheit stand.

Die Veranstaltung endete mit großer Zuversicht: Wir blicken dankbar auf die gelungene Feier zurück und freuen sich auf weitere Anlässe, die die lebendige Kultur und Zusammenarbeit der Donauschwaben mit Baden-Württemberg und Sindelfingen feiern. Dieses Jubiläum unterstreicht einmal mehr, wie wichtig die Bewahrung der gemeinsamen Wurzeln und die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft sind.

Wir sind zurück aus der Osterpause!

Wir sind zurück aus der Osterpause!

Die donauschwäbischen Bräuche sind reichhaltig und inspirierend für jeden Feiertag, aber Ostern ist einer der besonderssten, der immer im Kreise der Lieben verbracht wird. Einige der schönsten donauschwäbischen Traditionen sind natürlich das Eierschmücken und das Osterfestessen, zu dem alle Familienmitglieder eingeladen sind. In unserem Haus bewahren wir noch viele Gegenstände auf, die von den vergangenen Zeiten erzählen, darunter auch die für die Feiertage typischen.

Wir hoffen, dass Sie Zeit mit Ihrer Familie und Ihren Freunden verbracht haben und laden Sie ein, uns zu besuchen, um unsere Ausstellungen zu besichtigen, oder um an einer unserer kulturellen Veranstaltungen teilzunehmen.